Viele glauben, Holz höre auf zu arbeiten, sobald es verarbeitet ist. Das Gegenteil ist der Fall. Eine gebogene Platte atmet weiter, lange nach der Montage. Wer das ignoriert, bekommt früher oder später eine Form, die sich verzieht, oder eine Fuge, die nicht mehr schließt. Wer es versteht, plant diese Bewegung von Anfang an mit ein.

Seit 1946 gibt G-Desmet gebogenen Ideen Form, in Sperrholz, Filz und Massivholz. In all diesen Jahren haben wir gelernt, das Leben des Holzes nicht zu bekämpfen, sondern zu verstehen. Wir wissen, wie eine Platte reagiert, wie sich eine Krümmung setzt, wie sich eine Holzart anders verhält als die andere und wo das Spiel sitzt. Dieses Wissen steckt in den Händen unserer Mitarbeiter und in der Art, wie wir jede Form angehen.

Deshalb teilen wir Toleranzen mit. Wer mit einem natürlichen Werkstoff arbeitet, kann nicht so tun, als stünde alles auf das Hundertstel eines Millimeters fest. Eine Toleranz sagt genau, was Sie erwarten dürfen: den Bereich, in dem die Form liegt, und was das Holz danach noch tun kann. So wissen Sie, woran Sie sind, noch bevor das Teil geliefert wird.

Was ist der Unterschied zwischen Fertigungstoleranz und Formtoleranz?

  • Die Fertigungstoleranz ergibt sich aus Bearbeitungsschritten wie Zuschnitt oder Fräsen.
  • Die Formtoleranz betrifft die Verformung oder Rückfederung des Werkstücks nach dem Biegen.

In der Praxis kann ein Kunde, der unsere Toleranzen kennt, sie in seine Konstruktion einplanen. Die Verbindung, die Montage, die angrenzende Fuge: Alles wird einfacher, wenn der Spielraum von vornherein klar ist. Dort beginnt gute Zusammenarbeit.

Für uns gehört das zum Handwerk. Wir suchen gemeinsam mit unseren Kunden nach Lösungen, innerhalb und außerhalb Europas. Klare Toleranzen gehören dazu. Sie machen sichtbar, wofür wir stehen und was Holz kann.

Ein lebendiger Werkstoff verlangt ein ehrliches Gespräch. Das führen wir gerne mit Ihnen.